Sie sind hier

Deutschland (allg.)

Scherzer, Veit

Formationsgeschichte des Heeres und Ersatzheeres und der W-SS (1935-1945); das Auszeichnungssystem der Wehrmacht; Vitae der höchst dekorierten Angehörigen der Wehrmacht und W-SS

Claus Bergen, Der letzte Kampf der BISMARCK“, Quelle: Marineschule Mürwik/WGAZ
Das in der Aula der Marineschule Mürwik befindliche Ölgemälde des deutschen Schlachtschiffes BISMARCK ist umstritten – womit wäre sein dortiges Verbleiben zu rechtfertigen bzw. müsste es entfernt werden? Im Kontext des BISMARCK-Unterganges im Mai 1941 geht es immer auch um Admiral Günther Lütjens, Namensgeber eines Zerstörers der Bundesmarine – können seine letzten Funksprüche wirklich nur als Treueschwüre eines überzeugten 'Nazis' verstanden werden?
Von: 
Dieter Hartwig
Tagungsankündigung
Nachdem sich die Forschung der Behandlung und Versorgung von psychischen Kriegsversehrten in den letzten Jahren angenommen hat, stellt diese Tagung zeitgenössische Nervendiskurse in Militär, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft in den Mittelpunkt und möchte deren Wechselwirkungen als auch deren praktische Konsequenzen für die Zeit von 1900 bis 1933 untersuchen. Die Tagung geht davon aus, dass Nerven als Chiffre und Konstrukt zu verstehen sind, mit denen Identitäten verhandelt wurden. Entsprechend thematisiert die Tagung sowohl die zeitgenössischen Nervendiskurse in Wissenschaft, Militär, Politik und Öffentlichkeit wie auch individuelle und kollektive psychische Mobilisierungs- und Leidenserfahrungen. Der räumliche Schwerpunkt liegt dabei auf Deutschland, das im europäischen Kontext analysiert wird.
Rolf Johannesson als Konteradmiral der Kriegsmarine, Quelle: Marineschule Mürwik/Wehrgeschichtliches Ausbildungszentrum
Konteradmiral Rolf Johannesson genoss als erster Flottenchef der Bundesmarine und Begründer der Historisch-Taktischen Tagung der Flotte hohe Anerkennung in der Marine. Seit der Veröffentlichung seiner Lebenserinnerungen unter dem Titel „Offizier in kritischer Zeit“ (1989) galt er als Vorbild. Als dies mit einer Johannesson-Büste in der Aula der Marineschule Mürwik dokumentiert werden sollte, gab es Hinweise auf Johannessons Mitwirkung an Todesurteilen noch kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, worüber er niemals gesprochen hat. Der komplexen Problematik der Ereignisse im April 1945, ihrem Beschweigen durch Johannesson sowie aktuellen Folgerungen wird im nachfolgenden Text nachgegangen.
Von: 
Dieter Hartwig
Vor 70 Jahren trafen die ersten Teile der norwegischen „Tysklandsbrigaden“ in Norddeutschland ein
Zwei Zugführer der „Tysklandsbrigaden“, Leutnant Kjell Michaelsen (li.) und Leutnant Andreas Hauge (re.), bei einer Lagefeststellung während einer freilaufenden Übung des II. Bataillons der Brigade 472 im Winter 1947/48 in Niedersachsen (Forsvarsmuseet, Norge)
Zwischen 1945 und 1955 sicherten die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs mit unterschiedlich starken Besatzungstruppen ihre jeweiligen Besatzungszonen in Deutschland militärisch ab. Großbritannien ließ sich dabei von verschiedenen europäischen Verbündeten unterstützen. Auch das Königreich Norwegen stellte hierfür ein immerhin ca. 5.000 Soldaten starkes Kontingent, welches vor rund 70 Jahren seinen Dienst in Norddeutschland aufnahm und diesen sechs Jahre lang versah.
Von: 
Dieter Kollmer
Feldpostbriefe von Dr. Walther Jung an seinen älteren Schwager Josef Reichardt, 1941–1944
Cover Jung, Als Truppenarzt an der Ostfront
In den letzten 20 Jahren hat sich in der Feldpostforschung viel getan. Dass die Möglichkeiten und Perspektiven, die die Briefe vergangener Generationen von Soldaten der historischen und auch der familiären Forschung bieten, noch keineswegs ausgeschöpft sind, zeigt Otmar Jung mit seinem neuen Buch. Dieses bietet dem Leser nicht nur eine einordnende Edition zahlreicher Feldpostbriefe, sondern bettet diese in den aktuellen militärgeschichtlichen Forschungsstand ebenso ein, wie in die komplexe Familiengeschichte.
Von: 
Pit Stoye

Der Kommandeur des ZMSBw in Potsdam, Oberst Dr. Hans-Hubertus Mack, tritt zum 30. September in den altersbedingten Ruhestand. Auf ihn folgt Kapitän zur See Dr. Jörg Hillmann.

Von: 
Markus Pöhlmann
Wie die Bundeswehr auf den Hund gekommen ist
Roettiger-Kaserne in Hamburg-Fischbeck (1938 Baubeginn, ab 1940 genutzt, 2004 aufgegeben)
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen kündigte infolge der jüngst bekannt gewordenen rechtsextremen Umtriebe an einigen wenigen Standorten der Bundeswehr und den medial weit bekannten Bildern eines Besprechungsraumes in der Kaserne Illkirch an, die „Richtlinien zur Traditionspflege und zum Traditionsverständnis der Bundeswehr“ aus dem Jahr 1982 zu überarbeiten. Wenngleich ein kausaler Zusammenhang zwischen mutmaßlich rechtsextremen Offizieren und unreflektierten Wandmalereien im Wehrmachtdesign nicht sofort plausibel erscheint, erregte von der Leyens zusätzliche Ankündigung zu Kasernenumbenennungen Aufsehen. So offensiv hatte sich keiner ihrer Amtsvorgänger exponiert. – Lediglich der frühere Kulturstaatsminister im Bundeskanzleramt, Michael Naumann, kündigte 1999 an, das Namensproblem in wenigen Monaten zu lösen. Daraus wurde jedoch nichts. – Ein Blick in die Namensgebungen in der Bundeswehr lohnt angesichts der ministeriellen Ankündigung, weil er Einblicke in das Geschichtsverständnis der Bundeswehr vermitteln kann, das so gar nicht zur Bundeswehr passt.
Von: 
Heiner Möllers
Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), Potsdam, 27. Januar 2017
Herbert Rikli: Hurra! Ein Kriegs-Bilderbuch, Loewe Verlag, Stuttgart 1915, 23 S., hier: Einband, in: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Digitalisierte Sammlungen, URL: http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000B96400000001, Zugriff 01.02.2017.

„Was ist ‚Wehrerziehung‘?“ Dieser Frage hat sich am 27. Januar 2017 ein vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam organisierter Workshop angenommen.

Von: 
Yves Müller
Die militärische Debatte über den Krieg der Zukunft 1880-1914
Cover Förster, Vor dem Sprung ins Dunkle
Binnen weniger Wochen scheiterten im Spätsommer 1914 die Operationspläne nahezu aller Kriegsparteien. Anders als geplant, hatten ihre Offensiven nicht mit einem raschen Sieg, sondern im Patt des Stellungskrieges geendet. In der Folge ist immer wieder die Frage aufgeworfen worden, wie es dazu kommen konnte. Hatten die europäischen Militärs die Zeichen der Zeit nicht erkannt? Wie hatten sie sich einen zukünftigen Krieg vorgestellt? Ein neuer Sammelband gibt Antwort.
Von: 
Christian Th. Müller

Archiv

Besucher

  • Besucher insgesamt: 305378
  • Unique Visitors: 7792
  • Registrierte Benutzer: 564
  • Veröffentlichte Beiträge: 1355
  • Ihre IP-Adresse: 54.167.202.184
  • Seit: 22.09.2017 - 14:36

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer