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Wilhelm-Deist-Preis für Militärgeschichte

Der Wilhelm-Deist-Preis für Militärgeschichte ist der Erinnerung an den führenden deutschen Militärhistoriker Prof. Dr. Wilhelm Deist (1931-2003) gewidmet, der den Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. 1995 mit begründete und ihm bis 2002 als Erster Vorsitzender vorstand.

Wilhelm Deist hat sich Zeit seines Lebens besonders dafür engagiert, eine interdisziplinär angelegte Geschichte von Militär und Krieg zu etablieren. Diese sollte politik- und institutionsgeschichtlichen Ansätzen gegenüber ebenso offen sein wie wirtschafts- und sozialhistorischen oder kultur- und geschlechtergeschichtlichen Zugängen. Als Leitender Historiker am Militärgeschichtlichen Forschungsamt und als Honorarprofessor für Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat er sich in besonderer Weise um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses bemüht.

Der Preis ist mit € 1000 dotiert und zeichnet hervorragende deutschsprachige Abschlussarbeiten auf dem Gebiet der Militärgeschichte aus, die der Dissertation vorgelagert sind (Bachelor, Master, Magister, Staatsexamen sowie vergleichbare internationale Abschlüsse).

Die Abgabefrist ist jeweils der 1. Juni eines Jahres für im selben oder im Vorjahr benotete Arbeiten. Die Arbeit ist als PDF-Datei einzureichen an Prof. Dr. Martin Clauss unter Beifügung eines Lebenslaufes und gescanter Kopien der Gutachten.

Bisherige Preisträger(innen):

2017
Michel Scheidegger, MA: "'Den lasse ich umlegen, das wird unser Verräter!' Endphasenverbrechen an der deutschen Zivilbevölkerung, 1945" (Laudatio)

2016
Enrico Schicketanz, MA: "Seestrategisches und geopolitisches Denken in der deutschen Kriegsmarine unter Großadmiral Raeder am Vorabend des Zweiten Weltkrieges'" (Laudatio)

2015
Stephan Noack, MA: "Von Papierkriegern und Phantasiestrategen. Ferdinand Grautoffs politisch-militärischer Zukunftsroman '1906 – der Zusammenbruch der alten Welt'" (mehr) | (Laudatio)

2014
Maximilian Fügen, B.A.: "Featherstone Park Camp: Eine Fallstudie zum britischen Reeducation-System für gefangene Offiziere des Zweiten Weltkrieges" (mehr)

2013
Lukas Grawe, M.A.: "'Knowing One’s Enemy'? Die Einschätzungen der militärischen Stärke und Planungen Frankreichs durch den deutschen Generalstab 1911-1914" (mehr)

2012
Christian Kretschmer, M.A.: "'Umlegen, umlegen, es gibt keine Gefangenen!' Die Radikalisierung des deutschen Kriegsgefangenenwesens und die 'Mühlviertler Hasenjagd' im Frühjahr 1945" (mehr)

2011
Frederik Müllers: "Elite des ‘Führers’? Mentalitäten im subalternen Führungspersonal von Waffen-SS und Fallschirmjägertruppe, 1944/45" (mehr)

2010
Steffen Leins, M.A.: "Pecunia nervus belli. Das Prager Münzkonsortium 1622/23. Über Möglichkeiten und Grenzen privater Kriegsfinanzierung im 17. Jahrhundert"
Anette Neder, M.A.: "Kriegsschauplatz Mittelmeer. Wahrnehmungen und Deutungen deutscher Soldaten" (mehr)

2009
Takuma Winfried Melber, M.A.: "Die japanische Besatzung der malaiischen Halbinsel und Singapurs, 1942-1945: Kollaboration und Widerstand" (mehr)

2008
Christoph Nübel, M.A.: "Die Mobilisierung der Kriegsgesellschaft 1914 bis 1918: Das Beispiel Münster" (mehr)

2007
Peter Maria Quadflieg, M.A., "‘Zwangssoldaten’ und ‘Ons Jongens’. Rekrutierungspraktiken der Wehrmacht in den annektierten Gebieten Eupen-Malmedy und Luxemburg während des Zweiten Weltkriegs" (mehr)

2006
Daniel Rupp, M.A., "Schlachtenschilderungen als Quellen für Taktik im Mittelalter? Eine vergleichende Analyse" (mehr)

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